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> RealD / MasterImage: Die Marken der zirkulierenden Polarisation

Die zirkulare Polarisation gilt inzwischen als zukunftsweisend und wird in zunehmend mehr Kinos eingeführt. Durch die Verwendung eines einfachen 2D-Projektors, ist die Nachrüstung relativ günstig. Allerdings sind auf die Umsetzungstechniken bereits Patente angemeldet, wodurch diverse Lizenzgebühren anfallen können. Für die zirkulierende Polarisation gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, sie zu realisieren und damit einhergehend zwei Marken, welche die jeweilige Technik patentiert haben.

Die RealD-Technologie

Die RealD-Technologie ist eine von denen, welche die zirkulare Polarisation nutzen. Hierbei wird auf einen sogenannten Z-Filter vertraut, welcher die Bilder abwechselnd darstellt. Mithilfe der dazu passenden Brille, ist ein Betrachter in der Lage, das erzeugte Bild als dreidimensional wahrzunehmen. Die Marke zeichnet sich vor allem durch ihre Brillen aus. Diese sind, anders als die der Konkurrenz, sehr leicht und angenehm zu tragen. Des Weiteren sind sie günstig herstellbar, weshalb sie als Einwegbrillen an den Kunden verkauft werden. Dank der Verwendung von polarisiertem Licht, durch welches jedes Auge nur das gewünschte Bild wahrnehmen kann, ist es auch möglich, den Kopf zu bewegen, ohne dass das Bild verschwimmt.

Weiterhin vorteilhaft ist, dass lediglich ein Projektor benötigt wird. Dagegen steht jedoch die zwingende Anschaffung einer Silberleinwand, welche sehr teuer ist. Weiterhin fallen bei “RealD” recht hohe Gebühren und verhältnismäßig teure Lizenzgebühren an. Dadurch wird der technische Vorteil durch unangenehme Kostenbelastung wieder ausgeglichen.

Die MasterImage-Technologie

Als direkte Konkurrenz zu der RealD-Marke basiert auch die Technologie von MasterImage auf der zirkularen Polarisation. Somit birgt es technisch gesehen dieselben Vorteile. Allerdings wird hierbei nicht auf einen drehenden Z-Filter gesetzt, sondern auf ein Polfilterrad. Dieses wird vor den Projektor gestellt und richtet dadurch die Bilder entsprechend aus. Die Konstruktion ist nur minimal umständlicher. Doch auch hier gibt es den Nachteil für das Kino, dass zunächst eine sehr teure Silberleinwand erworben werden muss. Diese sorgt dafür, dass das Licht in dem zirkulierten Zustand reflektiert wird und mithilfe der Brillen entsprechend aufgeschlüsselt werden kann.

Vorteilhaft gegenüber RealD ist jedoch, dass für diese Technik keine Lizenzgebühren anfallen. Auch hier sind die Brillen leicht und günstig. Sie werden ebenfalls als Einwegbrillen produziert, wodurch jeder Kino-Kunde sie käuflich erwirbt. Der Nachteil ist lediglich, dass die Brillen von MasterImage nicht immer für einen RealD-Film genutzt werden können. Sie sind meistens gegensätzlich polarisiert und somit wird das Licht nicht wie gewünscht aufgenommen.