3D-Wissen: Alles zum Thema 3D

> IMAX: Die Marke der linearen Polarisation

Die lineare Polarisation erzeugt einen sehr guten dreidimensionalen Effekt, weshalb sie noch immer sehr begehrt ist. Vor einigen Jahren wurde sie noch hochgelobt, doch durch den Einsatz anderer sehr guter Techniken sind die Lobgesänge teilweise verebbt. Mit dem Verfahren sind grundsätzlich zu viele Nachteile verbunden, als dass sie auch in Zukunft gezielt von Unternehmen eingesetzt wird. Derzeit gibt es nur noch eine Marke, welche von dem Verfahren Gebrauch macht.

Die IMAX 3D-Technologie

Die Marke IMAX steht weltweit für hochwertiges Kino mit fortschrittlichen Methoden und einem umfangreichen Angebot. Bezüglich der 3D-Technologie gehörte das Unternehmen für lange Zeit zu den wenigen, die solche Filme anboten. Inzwischen werden auch von vielen anderen Marken entsprechende Technologien angeboten und publiziert. Nicht alle IMAX-Kinos verwenden dasselbe Verfahren zur Erzeugung eines dreidimensionalen Bildes. Doch vorwiegend wird auf polarisiertes Licht vertraut.

Die Filme werden mithilfe von zwei Projektoren auf die Leinwand projiziert. Verwendet wird linear polarisiertes Licht, was entsprechende Nachteile mit sich bringt. In diesem Verfahren werden beide Teilbilder des stereoskopischen Gesamtproduktes linear polarisiert ausgestrahlt. Durch die Ausrichtung der Projektoren in einem rechten Winkel, fallen die Bilder unterschiedlich auf die Leinwand. Diese muss zwangsläufig silberbeschichtet sein, da eine gewöhnliche Leinwand das Licht wieder zerstreuen würde. Wenn die Bilder zurückgeworfen werden, können sie mithilfe der Brillen korrekt wahrgenommen werden. Bei diesen ist jedes Glas so ausgerichtet, dass es nur Licht im entsprechenden Winkel durchlässt. An dieser Stelle setzt auch der größte Kritikpunkt ein. Denn wenn ein Betrachter den Kopf neigt, führt dies zur falschen Wahrnehmung des Bildes.

Wenn von IMAX 3D gesprochen wird, ist meist die lineare Polarisation gemeint. Allerdings nutzen nicht alle Filialen diese Technik. Einige vertrauen inzwischen auf die Shutterbrillen, die elektronisch gesteuert sind. Bei dieser Technik werden die Teilbilder nacheinander, mehrfach gezeigt. Um den 3D-Effekt zu erzeugen, werden die Brillen über Infrarot angesteuert, sodass sie das Auge verdunkeln, dessen Bild nicht angezeigt wird. Auch das Interferenzverfahren findet in einigen IMAX-Einrichtungen Anwendung.