3D-Wissen: Alles zum Thema 3D

> Eintauchen in eine andere Realität mit Head-Mounted Displays

Als Head-Mounted Displays werden visuelle Ausgabegeräte bezeichnet, welche entsprechende Bilder auf einem augennahen Display darstellen oder sie sogar direkt auf die Netzhaut projizieren. Solche Geräte werden bereits seit den 1960er Jahren erforscht und entwickelt. Trotz der großen Nachfrage werden sie nur selten für den privaten Gebrauch erworben, da ihre Kosten entsprechend hoch sind. Sie finden vorrangig beim amerikanischen Militär und der Navy Anwendung, wo sie zur Ausbildung der Einheiten beitragen. Auch in einigen medizinischen Einrichtungen werden Head-Mounted Displays verwendet, um Patienten während eines Eingriffs abzulenken oder um krankhafte Ängste zu bekämpfen.

Vorteil und Einsatz in 3D

Die Vorteile solcher am Kopf montierten Displays ist der, dass die Bilder dank der Nähe zum Auge sehr viel größer und nahezu lebensecht wirken können. Durch die richtige Einstellung der Bilder für beide Augen, kann auch ein dreidimensionaler Effekt erzeugt werden. Da jedes Auge ein einzelnes Bild wahrnimmt, ist auch die Integration von Stereoskopie, also der Projektion von minimal unterschiedlichen Bildern kein Problem. Viele Unternehmen arbeiten bereits an einem Konzept, welches hervorragend auch im privaten Umfeld genutzt werden kann. Auch der Elektronik-Konzern Sony präsentierte Anfang 2011 den Prototyp eines solchen Displays, welches dreidimensionale Bilder darstellen kann. Bekannter und älter ist jedoch das Modell der Carl Zeiss AG, welche den sogenannten Cinemizer entwickelt haben, welcher jedoch nur mittelprächtige Erfolge verzeichnen konnte.

Das Heads-Mounted Display ist ein Konzept mit nahezu unendlichem Potenzial. In Zukunft wird es möglich sein, direkt in die entsprechende virtuelle Realität einzutauchen. Viele Wissenschaftler gehen sogar noch weiter und zielen auf eine Vermischung von virtuellen Informationen und realem Sichtfeld ab. Beispielsweise soll ein entsprechendes Display Informationen über gegenüberstehende Menschen liefern. Mögliche Einsatzgebiete sollen neben Film- und Fernsehen auch der Sport und vor allem das Militär sein.