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> Drahtgitter-Leinwände: 3D-Kino ohne äußere technische Hilfsmittel

Die Zukunft für das dreidimensionale Fernsehen ohne 3D-Brille ist bereits in Bearbeitung und in nicht allzu ferner Zukunft wird vermutlich nahezu jeder Haushalt über ein entsprechendes, technisches Gerät verfügen. Allerdings wird das autostereoskopische Display voraussichtlich nicht die Lösung für Kinos darstellen. Da in diesem Fall eine Umrüstung auf sehr große LC-Displays erfolgen müsste. Eine potenzielle Lösung für die großen Filmtheater ist auch nicht in Aussicht, allerdings gab es erste Ansätze bereits im frühen 20. Jahrhundert, welche sich jedoch nicht als Serienproduktion durchsetzen konnten.

Eine Leinwand aus Drahtgitter

Eine Idee zur dreidimensionalen Projektion, ohne die Brille als technisches Hilfsmittel, wurde im Jahr 1906 geäußert. Man schlug vor, die Filme auf ein feines Metalllamellen-Gitter zu projizieren. Um den dreidimensionalen Effekt jedoch zu erschaffen, müssten die Zuschauer exakt vor die Leinwand positioniert werden. Nur dadurch war es möglich, dass jeder Betrachter das für ihn bestimmte Bild empfang. Später wurde das System verbessert, indem die metallene Leinwand aus radial angeordneten Streifen bestand, welche zu den Zuschauern geneigt wurden. Des Weiteren wurden die einzelnen Streifen leicht bewegt, um eine partielle Anpassung an die Bewegung der Betrachter zu ermöglichen.

Die nächste Weiterentwicklung erfolgte durch Iwanow, welcher das gesamte Raster ersetzte. Stattdessen wurden 30.000 feine Kupferdrähte verwendet. Im Jahr 1930 erfolgte die erste Vorstellung mit einer solchen Leinwand. Obwohl die Testergebnisse durchweg positiv waren, hatte das System den erheblichen Nachteil, dass es zu aufwendig war. Aus diesem Grund ging es nicht in die Serienproduktion und lediglich ein Kino wurde jemals für die Technik umgerüstet. Es steht in Moskau und trägt den Namen “Moskva”.