3D-Wissen: Alles zum Thema 3D

> Das ChromaDepth-Verfahren zur optischen 3D-Erzeugung

Eines der ältesten optischen Experimente, ist das Aufspalten des weißen Lichts in seine Bestandteile. Hierfür wurde ursprünglich ein Glasprisma genutzt. Die erstaunliche Entdeckung, dass weißes Licht eigentlich aus verschiedenen Farben besteht, sorgte für enormes Aufsehen. Gleichzeitig war sie auch wichtig für viele Technologien. Auch das Unternehmen American Paper Optics hat dieses Wissen genutzt, um ein eigenes 3D-Verfahren zu erschaffen. Dieses trägt den Namen “ChromaDepth”. Die dafür verwendeten Brillen sehen äußerlich wie gewöhnliche Pappbrillen mit Klarsichtfolie aus. Es gibt verschiedene Filme, welche dieses Verfahren unterstützen. Bei einigen wurde es gezielt beachtet, bei anderen wiederum funktioniert es wegen zufälliger Einhaltung der Richtlinien.

Die Funktionsweise

Das “ChromDepth”-Verfahren macht sich die Eigenschaft der Prismen zunutze, Farben unterschiedlich stark zu brechen. Bei der Erarbeitung der Filme wird darauf geachtet, dass entsprechende Farben für die entsprechenden Bereiche genutzt werden. Einige werden vorrangig für den Hinter- und andere für den Vordergrund genutzt. In die Brille werden nun zwei verschiedene Folien eingebettet. Für das eine Auge wird tatsächlich gewöhnliche Klarsichtfolie genutzt, das andere wird stattdessen mit einem Spezialprodukt abgedeckt. Diese Sichtfolie beinhaltet zahlreiche sehr kleine Prismen, welche für die Brechung des Lichts zuständig sind.

Wird nun ein dafür vorgesehener Film durch die Brille betrachtet, so verschieben die Prismen die Farben entsprechend. Dadurch treten sie in die entsprechenden Raumbereiche. Dieses verschobene Bild wird von dem einen Auge wahrgenommen, während das andere gleichzeitig das Gewöhnliche wahrnimmt. Im Kleinhirn werden beide Perspektiven nun zu einem Gesamtbild zusammengesetzt, was wie bei anderen Verfahren zu einem dreidimensionalen Eindruck führt. ChromaDepth ist ein praktisches Verfahren, welches im Vergleich zu den weitverbreiteten Farbanaglyphen die Farben nicht verfälscht und andere Vorteile mit sich bringt. Beispielsweise können die Bilder beliebig gedreht werden, da der Effekt nichts mit der Sichtweise zu tun hat. Die einzige nur beschränkt veränderbare Eigenschaft sind die Farben. Diese beinhalten bei diesem Verfahren die Tiefeninformationen. Eine falsche Farbwahl würde daher zu einem inkorrekten Ergebnis führen. Beispielsweise könnte der Körper einer Figur im Hintergrund verschwinden, während der Kopf im Vordergrund liegt.